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Glossar, Definition, Begrifferklärung

Fähigkeit, Skill, Kompetenz, Qualifikation – die Unterschiede

Im Rahmen des Matchings von Bewerbungen gegen die Anforderungen einer Stellenanzeige spielen die Qualifikationen eines Bewerbers eine ganz wesentliche Rolle. Eine Recruiting-Software kann die Qualifikationen mit den gesuchten Anforderungen abgleichen und so geeignete Kandidaten identifizieren. Aber: Skill oder Qualifikation, ist das nicht alles dasselbe? Diese Begriffe werden oft synonym verwendet, sind es bei genauer Betrachtung aber nicht. Sie lassen sich genauer definieren:

Fähigkeit
Eine Fähigkeit beschreibt die ganz grundsätzlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen eines Menschen, die er mitbringt, um Leistungen zu erbringen. Sie sind abhängig von der genetischen Veranlagung eines Menschen und dem, was er sich im Laufe seines Lebens durch Lernen und Sozialisierung aneignet.

Fertigkeit (englisch Skill)
Fertigkeiten beziehen sich auf konkret Gelerntes wie Schreiben, Lesen, Rechnen oder Geschicklichkeit. Sie werden durch Üben soweit mechanisiert, dass sie auch unbewusst vollzogen werden.

Hard Skills sind durch Zeugnisse oder Bescheinigungen klar nachweisbare Fertigkeiten (z.B. Ausbildungsgänge, Abschlüsse).

Soft Skills sind Fertigkeiten, die der sozialen Kompetenz angehören, wie z.B. Disziplin, Höflichkeit, Teamfähigkeit, Kreativität, Durchsetzungsvermögen, Empathie, interkulturelle Kompetenz.

Kompetenz
Kompetenz ist die Fähigkeit einer Person, Anforderungen in bestimmten Bereichen aufgrund von Erfahrung, Können und Wissen zu erfüllen. Sie ermöglicht selbstbestimmtes Handeln in wechselnden Situationen von Beruf und Alltag.

Eine Kompetenz ist mehr als Fachwissen. Es ist die Ergänzung von Wissen durch Können (Handlungskompetenz), die Ergänzung des technisch-funktionalen durch Persönliches (Personale Kompetenz) und die Ergänzung des technisch-sachlichen durch sozial-kommunikatives (Soziale Kompetenz).

Qualifikation
Eine Qualifikation fasst alle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zusammen, die für die Ausführung einer bestimmten Tätigkeit notwendig sind. Sie ist  Voraussetzung für eine erfolgreiche Erwerbstätigkeit.

Basisqualifikationen sind allgemeine und fachliche Kenntnisse, psychomotorische Fähigkeiten und Fertigkeiten, Arbeitstugenden und soziale Kompetenzen, die für die Bewältigung von Aufgaben an unterschiedlichen Arbeitsplätzen von grundlegender Bedeutung sind.

Sie sind nicht an den Vollzug bestimmter Arbeitsfunktionen gebundenen. Zu ihnen gehören z.B. das Beherrschen der Grundrechenarten, eine voll entwickelte Lese-, Schreib- und Verständigungsfähigkeit, die Fähigkeit zur Abstraktion und Systematisierung, Kritikfähigkeit, Kreativität und Teamfähigkeit.

Schlüsselqualifikationen sind alle Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen und Verhaltensweisen, die der Erweiterung bestehender Qualifikationen dienen. Sie sind arbeitsplatz- und fächerübergreifend, jedoch ist ihre Entwicklung an die Bewältigung konkreter beruflicher oder schulischer Anforderungen gebunden. Zu ihnen gehören z.B. abstrahierendes und logisches Denken, kooperatives Handeln, oder Selbstständigkeit. Die Trennung von den Basisqualifikationen ist unscharf, die Schlüsselqualifikation bezieht sich auf eine stärkere Arbeitsplatzgebundenheit.

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Verwendete Quellen:

http://www.wissensstrukturplan.de/wissensstrukturplan/glossar/s_skill.php
http://www.wissensstrukturplan.de/wissensstrukturplan/glossar/k_kompetenz.php
http://wiki.tbs-nrw.de/wiki/Glossar
www.isf-muenchen.de/pdf/kompetenzentwicklung041202.ppt
http://www.migration-online.de/data/anlagen_modul_1_begriffsklrungen.pdf

Fähigkeit, Skill, Kompetenz, Qualifikation – die Unterschiede

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