Glossar – Eine Reihe von Beiträgen widmet sich Fachbegriffen rund um das Matching von Bewerbern:

Matching / Matchingtechnologie, siehe unten
Weitere Begriffe: Taxonomie (Begriff anklicken), Ontologie, Semantic Web und Social Tagging.

Matching / Matching-Technologie

Ein Matching im Recruiting ist ein Abgleich von Anforderungen eines Stellenangebotes nach vorgegebenen Kriterien gegen die Qualifikationen, die ein Bewerber mitbringt. Mit Matching-Technologien kann man eine höhere Passgenauigkeit auf eine bestimmte Stelle erreichen als mit einer einfachen Suche bzw. einem einfachen Ja/Nein-Abgleich, zum Beispiel „Hat Abitur?“ Ja/Nein, oder „Hat gute Englischkenntnisse?“ Ja/Nein. Bei einem Matching können mehrere Kriterien kombiniert werden. Außerdem können Ähnlichkeiten festgelegt, Bandbreiten definiert und Gewichtungen zu den Kriterien vergeben werden. So können Unternehmen, die Matching-Technologie in ihrer Bewerbermanagement-Software nutzen, auch Bewerber identifizieren, die manche Kriterien nicht zu 100% erfüllen, aber dennoch Voraussetzungen mitbringen, mit denen sie für die Stelle geeignet sind.

Mit einer klassischen Suche würden diese Bewerber als unpassend aussortiert. Auch der umgekehrte Weg ist über ein Matching möglich: einem Bewerber, der seine Profildaten bereitstellt, können zu ihm passende Stellenangebote vorgeschlagen werden. Darunter auch solche, auf die er auf den ersten Blick vielleicht nicht gekommen wäre.

Qualifikationen vergleichen können

Mithilfe von Matching-Technologien in einer Recruiting-Software wird es einfacher, aus der Vielzahl an Bewerbungen, Profilen und Daten die passenden Kandidaten für die eigenen Stellenangebote herauszufiltern. Es geht dabei weniger um die Abfrage bestimmter Qualifikation, oder um eine bestimmte Berufsausbildung, oder genau festgelegte Sprachkenntnisse. Sondern es geht darum, auch vergleichbare Qualifikationen und Erfahrungen zu identifizieren und die Informationen dazu verfügbar zu machen.

Dafür ist es erforderlich, die relevanten Daten in eine maschinenlesbare Form zu übertragen. Eine Recruiting- oder Bewerbermanagement-Software soll für ein Matching also nicht nur die reinen Begriffe identifizieren können, sondern idealerweise auch verwandte und/oder ähnliche Begriffe kennen sowie Zusammenhänge und Verbindungen von Wörtern und Texten erfassen können.

Dazu gehört es zum Beispiel auch, Qualifikationen, Berufe und Abschlüsse miteinander vergleichen zu können. Deshalb muss die eingesetzte Software die Daten lesen und deren Sinn erkennen können, um sie entsprechend der Anforderungen weiter zu verarbeiten. Deshalb muss die Recruiting-Software in der Lage sein zu erkennen, wie einzelne Begriffe und Inhalte miteinander korrelieren. Dafür nutzt man im Hintergrund Klassifikations- und Definitions-Systeme wie Taxonomien, Ontologien, Tagging-Systeme oder das Semantic Web, um die einzelnen Begriffe und Zusammenhänge kategorisieren und strukturieren. So wird beispielsweise der Abgleich mit Schulabschlüssen in verschiedenen bzw. mit dem entsprechenden Schulabschluss im eigenen Land möglich; auf internationaler Ebene lassen sich damit Berufsgruppen miteinander abgleichen und vergleichen und man kann die dafür erforderlichen (ausländischen) Kompetenzen abfragen. Die Korrelation der diversen Kriterien zueinander und das Ermitteln einer Passung/Eignung eines Bewerbers übernehmen dann Algorithmen einer Recruiting- bzw. Bewerbermanagement-Software. Diese Algorithmen berechnen zum Beispiel den Erfüllungsgrad einzelner Kriterien und können je nach Kriterium verschiedene Gewichtungen einbeziehen, um die Eignung eines Bewerbers auszurechnen.

Verwendete Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Matching_%28Arbeitsvermittlung%29

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